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CESENOV ( Чешенов )
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Eingefrorene Schönheit
Vasilij Cesenovs »Eiskalt erwischt« in der Galerie Gruppe 10
Bielefeld. Während viele Menschen in diesem Winter frieren und von der sibirischen Kälte genug haben, zeigt ein russischer Künstler in Bielefeld, wie schön gefrorenes Eis aussehen kann.
Vasilij Cesenov friert frische Blumen auf dem Höhepunkt ihrer Blüte ein und fotografiert sie, erhellt von natürlichem Sonnenlicht. Der ästhetische Wert ist verblüffend. Unter dem Titel »Eiskalt erwischt« stellt der 51-Jährige vom 7. Februar bis zum 28. März in der Galerie Gruppe 10, Hans-Sachs-Straße 4 (ehemaliges Kreiswehrersatzamt, Eingang im Hof), seine Werke aus. Die Vernissage beginnt am Samstag, 7. Februar, um 20 Uhr in Anwesenheit des Künstlers. Den Eröffnungsvortrag hält Dr. Torsten Voss von der Universität Bielefeld.
Bei einem Cocktail kam Vasilij Cesenov die Idee: »In einem Eiswürfel war eine Kirsche eingefroren. In diesem Moment ist der Gedanke entstanden, die Schönheit echter Blumen festzuhalten.« Dass es echte Blumen sein müssen, betont der Fotokünstler ausdrücklich, denn getrocknete Blüten oder gar Plastikblumen mag er nicht.
Cesenov betreibt seine Kunst nicht nebenbei, sondern 24 Stunden am Tag. Seine Arbeit ist sein Leben. Nicht nur in Russland hat er einen großen Namen, seine Bilder aus der vielfach ausgezeichneten Serie »Blumenreich« haben sich weltweit verkauft – unter anderem über die Galerie Saatchi in London. Und auch »Eiskalt erwischt« macht deutlich, wieviel Aufwand der aus Kirgisien stammende Künstler betreibt. Blüten sammelt er überall dort, wo sie ihm auffallen: bei Nachbarn im Garten, auf Feldern, in Schrebergärten und natürlich in Blumengeschäften. Bei der Auswahl spielt die Farbe keine Rolle. »Nur schön müssen sie sein«, sagt Cesenov, der das Kühlfach im heimischen Kühlschrank mit seinen gefrorenen Blüten belegt. »Meine Familie akzeptiert das«, schmunzelt er.
Etwa zwölf Stunden beträgt der Zeitraum, in dem er den optimalen Moment finden muss, um eine Eisblume im Bild festzuhalten. Den richtigen Zeitpunkt darf er nicht verpassen, denn die Eiskristalle verändern sich permanent und können die Blüte zerstören. Seit mehr als fünf Jahren experimentiert Cesenov für die »Eiskalt erwischt«-Serie. Und um das perfekte Bild zu schießen, kommt es nicht nur auf die Schönheit der Blumen an. Auch die Optik der Eisschichten will der Künstler beeinflussen und gestalten.
Dazu hat Cesenov viel mit Wasser ausprobiert und seine diversen Arten untersucht. »Destilliertes Wasser, Leitungswasser oder Mineralwasser – jedes Wasser bildet im gefrorenen Zustand andere Strukturen. Und das ist für die Wirkung meiner Bilder ganz entscheidend«, erklärt der Fotokünstler seine Vorgehensweise.
Wenn die Eisstruktur stimmt und die Blume optimal blüht, holt Cesenov sie aus dem Kühlfach und hält sie ins Sonnenlicht. »Das ist in Bielefeld manchmal ein Problem, weil die Sonne hier so selten scheint.« Dann dreht er die Eisblume so ins Tageslicht, dass sie die gewünschte visuelle Wirkung erzielt. 30 bis 40 Fotos schießt Cesenov mit seiner Canon 5D pro Motiv. Und ein Bild ist dann nach seiner Vorstellung perfekt. Wert legt er auf die Feststellung, dass seine Werke nicht mit Photoshop bearbeitet werden.
Profane Pflanzen wie Löwenzahn und Klatschmohn wirken in Eis gefroren und von Cesenov fotografiert wie die schönsten Blumen der Welt.
www.gruppe10.net
www.cesenov.com

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